Nach 36 Jahren: Leitungswechsel beim KAB-Bildungswerk

Das Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Münster wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. 36 Jahre davon hat Ortrud Harhues dieses Bildungswerk geleitet und entscheidend geprägt. Nun geht die 66-Jährige Pädagogin aus Münster in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Gianna Risthaus (33) aus Voerde.
Theologie, Chemie und Erwachsenenbildung.
Ortrud Harhues studierte Katholische Theologie und Chemie für das Lehramt in der Berufsschule und anschließend Erwachsenenbildung. Nach dem Referendariat wechselte sie in die außerschulische Erwachsenenbildung und wurde 1988 Leiterin des KAB-Bildungswerkes in Münster. Die dreifache Mutter erinnert sich noch genau an so manchen Vorbehalt aus dieser Zeit. „Jung, Mutter, Ehefrau und Vollzeitstelle“, zählt sie auf. „Das konnte sich so mancher KAB-Mann nicht wirklich vorstellen.“  Harhues belehrt die Zweifler schnell eines Besseren.  Sie selbst bezeichnet es als Geschenk, Menschen beim Lernen begleiten zu dürfen. „Selbstorganisiertes Lernen in Gruppen unterstützen, das war der Teil meiner Arbeit, der mir immer sehr viel Freude bereitet hat“, sagt sie, „Es ist großartig, Menschen persönlich und im Engagement wachsen zu sehen.“
Neue Leiterin des KAB-Bildungswerkes: Gianna Risthaus
Gianna Risthaus tritt die Nachfolge von Harhues an. Die 33 -jährige hat in den Niederlanden Psychologie und Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit 2019 für das KAB-Bildungswerk. Zunächst war sie Bildungsreferentin für die Region Niederrhein, dann Digitalbeauftragte der KAB. Ab 1. März ist sie die neue Leitung des KAB-Bildungswerkes Münster. Das will sie gemeinsam mit dem Team der pädagogischen Mitarbeiter*innen weiterentwickeln und Antworten auf zentrale Themen der Zeit geben. Gesellschaftliche Krisen und der Umgang mit zunehmend rechtspopulistischen Tendenzen seien Herausforderungen, auf die die Erwachsenenbildung reagieren müsse, sagt Risthaus.
Text und Foto: Heike Honauer.

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Ortrud Harhues (li.) und ihre Nachfolgerin