^

Digitale Bildung - „Wir sollten uns jetzt auf den Weg machen!“

Zwei Tage lang trafen sich Vertreter*innen von neun Bildungseinrichtungen aus acht Ländern im österreichischen Eisenstadt. Tabea Adams, Praktikantin beim KAB-Bildungswerk, war dabei.

Zwei Tage lang trafen sich Vertreter*innen von neun Bildungseinrichtungen aus acht Ländern im österreichischen Eisenstadt, um gemeinsam über ihre Wege in der digitalen Bildung zu sprechen und voneinander zu lernen. Die Veranstaltung, vom EU-Programm Erasmus gefördert, war die derzeit nahezu übliche „Mischung“ aus Teilnehmer*innen, die „echt“ in einem sehr großen Tagungsraum saßen und Teilnehmer*innen, die über eine Videokonferenz zugeschaltet waren. „Hybrid“ nennen wir das heute.

Tabea Adams, Studentin der Erziehungswissenschaften und Praktikantin beim KAB-Bildungswerk war dabei:

„Im Projekt „Bildung + digital?!“ stehen acht Länder (Österreich, Italien, Tschechien, Polen, Ungarn, Litauen, Belgien, Deutschland) im Austausch über das Thema digitale Bildung in der Erwachsenenbildung. Fünf Länder konnten an diesen Projekttagen in Österreich nur online teilnehmen, da Corona eine Reise ins Gastland verhinderte. Dadurch entstand eine hybride Veranstaltung, die einige Schwierigkeiten mit sich brachte, aber auch eine gute Übung für das digitale Zeitalter war. Als Praktikantin der KAB durfte ich diese spannenden Tage begleiten und reflektieren.  

Am ersten Tag nach der Begrüßung setzten wir uns vor allem mit digitalen Kompetenzrastern auseinander, um herauszufinden, was die Teilnehmer*innen heutzutage digital können müssen und wie die Kompetenzen in Stufen eingeteilt werden können. Die beteiligten Einrichtungen berichteten über ihren Umgang mit der Digitalisierung in Corona-Zeiten. Vor allem Litauen begeisterte mit ihren Lehr- und Lernmöglichkeiten in ihren zahlreichen Bibliotheken, sodass alle Erwachsenen ein Angebot bekommen, Kurse für digitale Kompetenzen zu belegen. Nach dem Abendessen tauschten wir uns bei der Stadtführung, dem Besuch des burgenländischen Landtages und der köstlichen Weinprobe informell und im lockeren Rahmen aus. Dieser Austausch kam während der hybriden Veranstaltung leider etwas zu kurz, da es für die Personen online nicht einfach war an den Diskussionen vor Ort teilzunehmen. Umso wertvoller waren die Gespräche mit den Ländern vor Ort.

Am zweiten Tag bekamen wir einen sehr hilfreichen Vortrag über die praktische Umsetzung des Curriculums „Digitale Kompetenzen in der Basisbildung“ aus der Volkshochschule in Österreich. Dort wurden viele Plattformen vorgestellt, die in Online-Kursen verwendet werden können, um digitale Kurse zu ermöglichen, aber auch um die digitalen Kompetenzen zu verbessern. Eine kurze Beschreibung der verwendeten Medien des Tagungshauses beleuchtete die technischen Voraussetzungen einer hybriden Veranstaltung. Die Projekttage wurden mit einer Reflexionsrunde abgeschlossen, bevor alle wieder ihre Heimreise antraten.

Ich persönlich finde einen solchen Austausch in der EU sehr wichtig und ich nehme mir aus den Projekttagen viele neue Eindrücke und Ideen mit. Die Corona-Zeit ist eine Chance für die digitale Bildung und wir sollten uns jetzt auf den Weg machen digitale Kompetenzen zu erlernen und systematisch weiterzugeben.“

› Weitere Informationen zum Projekt "Bildung + digital?! - Ein europäisches Austauschprojekt"


Text: Tabea Adams, Münster
Foto: Heike Honauer

Veranstaltung suchen




Digitale Winterakademie 2022

In seiner diesjährigen digitalen Winterakademiewoche lädt das Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ein, sich mit dem Wert von Arbeit auseinanderzusetzen. Weiterlesen...

Lesenswert. Schönes aus der Schreibwerkstatt.

In unserer Rubrik „Lesenswert – Schönes aus der Schreibwerkstatt“ finden Sie Texte und Lyrik, die in Schreibwerkstätten der KAB entstanden sind. Weiterlesen...

Bildungsprogramm 2022