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Digitale Bildung und spezielle Zielgruppen - Eindrücke aus Ungarn

Bildung + digital. Das Erasmus+ Projekt tagte im September in Pecs zum Thema Digitalisierung für spezielle Zielgruppen.

Josef Mersch vom Bildungswerk der KAB bereicherte das Programm mit einem Input zu digitalen Angeboten für Migrant*innen im Rahmen des Lockdowns. Chancen und Schwierigkeiten der Digitalisierung ließen sich daran ebenso deutlich ablesen, wie an den anderen Beispielen aus Südtirol, Österreich, Litauen oder Ungarn. Ein intensiver Austausch ergab sich z.B. aus der Frage, wie digitale Bildung für und mit Senioren gelingen kann.

Tabea Adams war als Praktikantin zum 2. Mal bei einem Projekttreffen anwesend und fasste ihre Eindrücke so zusammen:

„Ein halbes Jahr ist verstrichen, seit wir uns in Österreich gesehen haben und diesmal haben wir uns sogar alle in Präsenz in der Stadt Pecs in Ungarn getroffen. Der Austausch vor Ort war wesentlich wertvoller als die hybride Veranstaltung in Österreich. Es gab viel Zeit zum informellen Austausch sei es in den Pausen, beim Abendessen oder während der Stadtrundfahrt. In diesen Gesprächen wächst die Gemeinschaft der Menschen aus der EU. EU heißt für mich in diesem Projekt von und mit anderen zu lernen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die Erwachsenenbildung weiterzubringen und für die Menschen da zu sein.

Der Vortrag am Anfang von Vilja Arató aus Ungarn über Gamification als Zugang zu jungen Menschen war sehr eindrücklich und spannend. Auch mit dem Hintergrund, dass die Computer Spiele sich, im Gegensatz zur aktuellen ungarischen Politik, für Menschenrechte und die LGBTQ Community einsetzen. Umso wichtiger war es diesen Einblick zu bekommen und nicht die Augen davor zu verschließen.

Nach vielen Vorträgen und Projektvorstellungen war es sinnvoll sich noch einmal die Frage zu diskutieren, wo die Offliner bei der Digitalisierung in der Bildung bleiben und was man für diese tun kann. Heutzutage wird die Digitalisierung oft als selbstverständlich wahrgenommen wobei die Menschen, die dies nicht mehr erlernen können/wollen, drohen verloren zu gehen. Die Erwachsenenbildung sowie die Politik stehen hier in Verantwortung dafür zu sorgen, dass alle Menschen mitgetragen werden und keiner verloren geht.“

Das nächste Projekttreffen im Dezember in Prag wird sich mit den notwendigen Kompetenzen des Lehrpersonals für digitale Bildung beschäftigen. Ortrud Harhues, die als Leiterin des Bildungswerkes an allen Projekttreffen teilgenommen hat ist sicher „dieses Projekt bereichert unsere Arbeit sehr. Der Austausch mit den Kolleg*innen aus anderen EU-Ländern erweitert den Horizont, zeigt neue Ideen auf. Ich bin sehr dankbar, dass wir dieses Projekt erfolgreich initiiert haben.“


Text: KAB
Foto: Eva E. Megyesi-Schwartz

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