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Digitale Bildung braucht qualifizierte Mitarbeiter*innen

Über die notwendigen Kompetenzen für digitale Bildung bei Lehrenden tauschten sich die Mitwirkenden des Erasmus+ Projekts digital aus.

Anfang Dezember trafen sich die Teilnehmer*innen des Projekts „Bildung + Digital?!“, diesmal zum Thema Qualifikationen und Kompetenzen des Lehrpersonals für digitale Bildung. Beteiligt haben sich vom Bildungswerk der KAB Ortrud Harhues, Gianna Risthaus, Daniel Ruhmöller und als Gast Martin Schoser. Trotz allgemeiner Vorfreude auf ein winterliches Prag, fand das Treffen aufgrund der hohen Inzidenz-Werte in Mitteleuropa digital statt – was das Interesse an einem Austausch jedoch keineswegs schmälerte.

Nach einer Begrüßung durch die tschechischen Gastgeber machte ein erstes Gespräch deutlich, wie ähnlich sich die Bildungseinrichtungen der europäischen Länder während der Corona-Pandemie sind. Neben den überall steigenden Inzidenz-Zahlen und Einschränkungen betonten die Anwesenden vor allem die Wichtigkeit von digitaler Bildung, welche in den anschließenden Vorträgen und Diskussionen vertieft wurde. Alle waren aber optimistisch und einigte sich auf das Resümee: „Das vergangene Jahr war wie eine Achterbahnfahrt. Ein auf und ab, und manchmal hat es sogar Spaß gemacht.“

Einen inhaltlichen Einstieg bot anschließend Martin Schoser, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenen- und Familienbildung (LAG KEFB), stellvertretend für die KAB aus Münster. In seinem Vortrag berichtete er von Qualifizierungskursen zur Konzeption von Online-Seminaren und der didaktischen Nutzung von digitalen Tools. Ziel sei es, neue Wege zu beschreiten und mithilfe digitaler Werkzeuge auch die Bildung zu verbessern. Der Ausbau von Kompetenzen der Lehrenden, sowie ein offener Umgang mit neuen Möglichkeiten fand dabei in der Runde viel Zuspruch. Das spiegelt auch ein aktuelles Anliegen vom Bildungswerk der KAB wider.

Anknüpfend an diesen Gedanken befassten sich auch die Kolleg*innen aus Italien, Tschechien, Polen und Litauen mit der Thematik, wie ein „digitales Mindset“ in Weiterbildungs-organisationen gebildet wird. Ausschlaggebend ist insbesondere die Nutzung von Tools, die von Bildungsteilnehmenden leicht erlernt werden und für ihre weitere Lernbiographie nützlich sind. Die dafür notwendigen Kompetenzen der Medienpädagogik unterscheiden sich in didaktische, personale, und fach- sowie medienbezogene Qualifikationen. Jede*r kann sie selbst mittels einer Checkliste im europäischen Rahmen (‚DigCompEdu‘) überprüfen.

Ein weiteres Schwerpunktthema bildete die Nutzung von Online-Lernplattformen für Lehrende und Lernende zugleich. So fand sich länderübergreifend in fast allen Organisationen ein „Learn-Management-System“ vor, mit dem Fortbildungen durchgeführt und Materialien ausgetauscht werden. Während es im Projekt „STEMS“ aus Ungarn hauptsächlich um die Fortbildung von Lehrer*innen ging, zeigte ein Vortrag des tschechischen Kollegen Jan Lipovy, welche medialen und technischen Möglichkeiten es bei Selbst-Lern-Kursen gibt. Dieses Format soll im kommenden Jahr auch beim KAB Bildungswerk angeboten werden.

Die Fülle an Themen, Beiträgen und Erfahrungen zeigte den Teilnehmenden erneut, wie vielseitig ein (europäischer) Austausch untereinander sein kann und wie gut Weiterbildung auch digital funktioniert.  Alle Beteiligten hofften, sich im April 2022 bei einem Anschlusstermin hoffentlich wieder in Präsenz zu treffen, dann in Polen.

Weitere Informationen zum Projekt „Bildung + Digital?!“...


Text/Foto: Daniel Ruhmöller

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