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„Das ist, wie Du lebst!“

Wenn sieben junge Familien mit 15 Kindern für drei Tage zusammenkommen, dann wird die Bandbreite des Lebens zum Thema - so beim Familienseminar „Sinnvoll leben in und mit der Familie“ seinen Raum und seine Zeit.

„Sinnvoll leben“ war das Thema der sieben Familien aus der KAB St. Marien an ihrem Wochenende in Stapelfeld.

Steinfurt / Stapelfeld. Wenn sieben junge Familien mit 15 Kindern zwischen 0 und 12 Jahren für drei Tage zusammenkommen, dann wird die Bandbreite des Lebens zum Thema. Arbeit, Freizeit, Liebe, Schule, Freude, Frust, Hoffnungen – alles bekam beim Familienseminar „Sinnvoll leben in und mit der Familie“ seinen Raum und seine Zeit. So erlebten die sieben Familien ein stärkendes Wochenende in der Akademie Stapelfeldmit mit vielen Ausrufezeichen: „Ich bleibe die Dancing-Queen – es hängt nur länger nach!“, „2030 geht mein Chef in Rente und die Arbeit macht wieder Freude!“, „Mein Leben ist top!“ sind nur einige der bemerkenswerten Erkenntnisse des Wochenendseminars, zu dem das Bildungswerk der KAB in die Katholische Akademie Stapelfeld eingeladen hatte.

Alltagsbelastungen für Familien sind hoch – davon konnte jede der Familien ein Lied singen. Zwangsläufig werden Aufgaben im Alltag verschoben, was meist zu weiterer Belastung führt. Im Austausch miteinander gewannen die erwachsenen Familienmitglieder bereits am ersten Abend des Seminars viele neue Einsichten und Anregungen, es anders zu machen.

Wie man im Spannungsfeld zwischen Glauben und Wissenschaft sowie dem liebenden Gott und den teilweise brutal daherkommenden Geschichten der Bibel als Eltern darauf reagieren kann, war das Thema des Samstagvormittags. „Frag Mama, heißt es dann oft“, berichtet eine Teilnehmerin. Und bekannte, dabei oft selbst überfordert zu sein. In kleinen Gesprächsgruppen beschäftigten sich die Väter und Mütter mit den Fragen der Kinder und ihren eigenen Glaubensfragen. Sie versuchten, einen sinnvollen Umgang damit zu finden. „Mut sollte man haben, offen und ehrlich über seine persönlichen Glaubensansichten mit den Kindern zu sprechen, auch über eigene Zweifel und Nichtwissen“, war eines der zentralen Ergebnisse, das die Eltern am Ende der Gesprächsrunden formulierten. Überzeugungen seien genauso wichtig wie das Zugeben von eigenen Zweifeln.

Samstagnachmittag stand wieder das eigene, sich beharrlich wandelnde Leben im Mittelpunkt. Einfach Fragen luden ein, tiefer über den eigenen Lebensplan nachzudenken: Welcher Gegenstand ist wichtig im Leben? Wie hat sich das eigene Partyverhalten geändert? Wie sieht die Arbeit in 15 Jahren aus? Und wie entwickelt sich der eigene Freundeskreis? „Geschenkte Ich-Zeit“ gab es hierbei zu Beginn, in der sich jeder alleine und für sich mit seiner aktuellen Lebenssituation beschäftigen konnte. Die Mitglieder des Familienkreises genossen diese „Auszeit“ und kamen anschließend wieder in kleineren Gruppen zusammen, um sich auszutauschen. Sie staunten über die Vielzahl der guten Ideen, wie das alltägliche Leben in der Familie schöner gemacht werden kann – wie sich mehr Zeit erobern, Beziehungen zu Freunden neu beleben, mehr über seine Lebensinteressen reden oder vor allem: mehr kuscheln.

Am Sonntagmorgen machten sich Eltern und Kinder auf den Weg in die Natur. Sie sprachen über die Wünsche der Kinder und wie sie diese erreichen könnten. Aufgeschrieben auf einen Zettel flogen diese an bunten Luftballons in den strahlendblauen Himmel – in der Hoffnung, dass sie in Erfüllung gehen werden.

„Durch die gemeinsame Zeit, eine tolle Atmosphäre und eine vertrauende Offenheit von allen wurde dieses Seminar sogar zu einer Erholungszeit, die einzelne auch wieder für den Alltag in die Spur gebracht hat!“, sagt Ansgar Jux, der Leiter des Wochenendes. So stand am Ende auch für alle fest, was ein Teilnehmer in der Schlussrunde auf einen Zettel schrieb: „Die Gruppe, die Location, das Format – schreit nach Wiederholung!“

Text: Ansgar Jux und Heike Honauer
Foto: KAB
11.09.2017

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